| SRD/CRPS
bei Kindern
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| Sarah
Young |
Sarah Young:
Ich möchte einfach ein normaler Teenager sein
Nachrichtenmoderator im Fernsehen
Der Kampf der 17-jährigen Sarah Young gegen SRD, oder
sympathische Reflexdystrophie, begann, nachdem Sie von
einem Baseball getroffen wurde.
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| Sarah
Young's Mutter |
Sarah's Mutter:
Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis herausgekommen ist,
was es eigentlich ist, nachdem wir schon mehrere Ärzte aufgesucht
hatten, die nicht......., die einfach keinen Anhaltspunkt
hatten. Ein oder zwei haben mir sogar erzählt, man müsse
ihr vielleicht das Bein abnehmen, weil ihr Bein so blau
und eiskalt war. Nachrichtenmoderator
im Fernsehen
SRD entsteht nach einer Verletzung des Körpers. Die sympathischen
Nerven, das sind diejenigen, die dem Körper erlauben sich
auf Notfälle einzustellen, reagieren über und das führt
zur dauerhaften Aussendung von Schmerzsignalen and das
Gehirn.
Dr. Kirkpatrick:
Die Mechanismen, wodurch es nach einer Verletzung zur
SRD kommt sind unklar. Die folgende Darstellung zielt
darauf ab, in vereinfachter Weise darzustellen, wie aus
einer Bagatellverletzung eine sympathische Reflexdystrophie
werden kann. Die Aktivierung des sympathischen Nervensystems
ist als Teil einer Kampf- und Fluchtreaktion auf eine
Bedrohung zu verstehen. Dies ist eine lebenswichtige Reaktion.
Zum Beispiel: Aktivierung von sympathischen Nerven nach
einer Verletzung führt dazu, dass sich Blutgefässe der
Haut zusammenziehen, es kommt zu einer Umverteilung des
Blutflusses hin zur Muskulatur und lebenswichtigen inneren
Organen, wodurch es dann dem Opfer möglich wird seine
Muskelkraft voll zu nutzen um der Gefahr zu entkommen.
Daneben kommt
es durch die Verminderung der Blutversorgung der Haut
auch zu einer Verminderung des Blutverlustes nach Verletzung.
Daher verändert sich die Hautfarbe von rot, durch eine
Entzündungsreaktion, in blass, durch verminderten Blutflusses,
welcher auf die Verletzung folgt. Ausserdem, da das sympathische
Nervensystem auch eine Steigerung von Stoffwechselvorgängen
und der Wärmeproduktion bewirkt, kommt es zu verstärktem
Schwitzen, um den Körper zu kühlen. Normalerweise, kommt
aber die sympathische Reaktion Minuten bis Stunden nach
einer Verletzung zum Stillstand. Das sympathische Nervensystem
kontrolliert dabei nicht nur das verletzte Körperteil,
sondern auch andere Teile des Körpers. Im frühen Verlauf
der sympathischen Reflexdystrophie, geht diese zentrale
und regionale Kontrolle verloren und es tritt ein verstärkter
Blutfluss in die verletzte und andere Regionen des Körpers
auf. Aus Gründen, die wir bis heute nicht verstehen, kommt
es bei Menschen, die eine sympathische Reflexdystrophie
entwickeln, zu einer abnormen Funktion des sympathischen
Nervensystems. Aktivität im sympathischen System verursacht
Schmerzen durch eine direkte Aktivierung von Rezeptoren
in Schmerzfasern. Dies führt dann zu verstärkten Schmerzen,
was dann wieder zu einer Stimulation des sympathischen
Nervensystems führt, welches dann wiederum andere Rektionen
auslöst, die dann in einen Teufelkreis münden. Daher können
wir mit der Zeit Anzeichen erkennen, die sich direkt einer
Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems zuschreiben
lassen. Diese beinhalten: Veränderungen der Hauttemperatur,
Veränderungen der Hautfarbe, rötliche oder bläuliche Verfärbungen,
Veränderungen des Schwitzens, Veränderungen wie Gänsehaut
oder sich aufstellende Haare in der Haut und Schwellungen.
Die meisten SRD-Patienten haben wesentlich mehr Schmerzen
als es die jeweilige Art der Verletzung vermuten lassen
sollte. Typischerweise findet man Schwellungen und Veränderungen
der Hautfarbe in frühen Stadien der Erkrankung.
Objektive
Befunde
Dr. Kirkpatrick:
Es gibt zwei Dinge, die man bezüglich objektiver Befunde
kennen sollte.
Erstens, keines
dieser objektiven Befunde muss bei einem Patienten mit
SRD aufzufinden sein, besonders nicht in frühen Stadien
der Erkrankung.
Zweitens, tendieren
diese objektiven Zeichen dazu, labil zu sein, was bedeutet,
dass sie mit der Zeit kommen und wieder verschwinden können.
Bewegungsstörungen
Diese nicht
normalen Veränderungen im sympathischen Nervensystem scheinen
auch bei manchen Patienten zu einer konstanten Aussendung
von Schmerzimpulsen an das Gehirn verantwortlich zu sein.
Eine abnormale Funktion im sympathischen System führt
auch zu einer Bewegungsstörung. Der Schmerz ist nicht
der alleinige Grund, warum die Patienten Schwierigkeiten
haben sich zu bewegen. Die Patienten beschreiben, das
ihre Muskel sich steif anfühlen und das es Ihnen schwer
fällt Bewegungen zu beginnen.
Manchmal kann
es durch Blockaden des sympathischen Nervensystems mit
örtlichen Betäubungsmitteln einer über längere Zeit anhaltende
Zurückbildung dieser abnormalen sympathischen Funktion
kommen, die sich dann in verbesserter Bewegungsfähigkeit
und anhaltender Schmerzreduktion zeigt. Wir nennen das
sympathisch unterhaltenen Schmerz. In anderen Fällen kommen
die Schmerzen nach eine Serie von Sympathikusblockaden
zurück. In dieser Situation gelingt es dann manchmal eine
permanente Schmerzreduktion und verbesserte Beweglichkeit
durch eine dauerhafte Zerstörung von sympathischen Nerven,
einer sogenannten Sympathektomie, zu erreichen.
Bei manchen
SRD-Patienten, stellt sich nach Sympathikusblockaden keine
oder eine nur unzureichende Schmerzlinderung ein. Wir
nennen das sympathikusunabhängigen Schmerz (SIP). Diese
Patienten, nichtsdestotrotz, können alle Anzeichen einer
abnormalen Funktion des sympathischen Nervensystems, wie
zuvor beschrieben, ausbilden. Mir dem Fortschreiten der
SRD, vor allem, wenn unbehandelt, scheint die Erkrankung
immer mehr vom Sympathikus unabhängig zu werden und nicht
auf Sympathikusblockaden zu reagieren, weswegen der frühen
Diagnose und Behandlung eine besondere Bedeutung zukommt.
Jedoch, gibt
es aber Patienten, die an SRD erkrankt sind, bei denen
der Schmerz sympathisch unterhalten ist und für ein Leben
lang bleibt und bei diesen Patienten bleiben Sympathikusblockaden
wirksam.
  |
| SRD
kann verbreiten |
SRD kann dabei
auf dauerhaft auf eine Region des Körpers begrenzt bleiben.
In anderen Fällen, breitet sich die Erkrankungen auf andere
Regionen des Körpers aus, das kann spontan passieren oder
auch als Folge weiterer Verletzungen.
Zum Beispiel: In dieser Darstellung, ist es zu einer
spontanen Ausbreitung der SRD zu der gegenüberliegenden
oberen Extremität und der unteren Extremität gekommen.
SRD der oberen Extremität kann sich ins Gesicht ausbreiten
und Hör- und Sehprobleme verursachen. Ausserdem, kann
SRD der oberen Extremität manchmal zusammen mit Schluckstörungen
auftreten, SRD der unteren Extremität kann mit zusammen
mit Blasen- und Darmbeschwerden auftreten. Daraus hat
sich über die Jahre hinweg, mit unseren wachsenden Kenntnissen,
der Begriff "Ganzkörper - SRD" entwickelt.
Spezielle
Erwägungen bei Kindern
Männlicher
Sprecher:
Kinder stellen eine einzigartige Herausforderung dar.
Zum Beispiel: Kindern haben nicht genügend Zeit gehabt
um psychosoziale Fähigkeiten zu entwickeln, die notwendig
sind um die Schmerzen und Leiden zu bewältigen, die SRD
verursacht. Daneben fürchten sich gewöhnlich Kinder mehr
als Erwachsene vor Nadeln. Diese sind aber ein grundlegendes
Instrument, welches zu Sympathikusblockaden notwendig
ist. Diese Furcht und Angst der Kinder führt zu einer
Erniedrigung ihrer Schmerzschwelle, die dann Nervenblockaden
oder andere medizinische Massnahmen noch schmerzhafter
machen.
Andere Bedenken
bei Kindern betreffen die kosmetische Seite. Kinder scheinen
von einer möglichen Narbenbildung nach chirurgischen Eingriffen
mehr beunruhigt zu sein. Diese Sorgen haben bei den Kindern
und ihren Eltern zu einer grossen Verwirrung und Frustration
geführt. Obwohl keine grossen Studien zum Auftreten von
SRD in Kindern durchgeführt wurden, scheinen einige allgemeine
Aussagen über betroffene Kinder möglich. Veröffentlichte
Fallberichte legen nahe, dass das Auftreten von SRD dramatisch
bei Kindern zwischen 9 und 11 Jahren ansteigt und dass
vor allem junge Mädchen betroffen sind.
Während dieser
Sendung werden wir sehr viel über SRD hören über die Erzählungen
der Kinder. Die zwei Kinder in dieser Sendung sind typisch
für Kinder die von SRD betroffen sind. Beide sind weiblich
und 10 bis 14 Jahre alt. Diese zwei Kinder wurden aber
aus einem wichtigen anderen Grund ausgewählt. Diese beiden
Fälle illustrieren dass SRD nicht immer gleich verläuft.
Es kann zu sehr unterschiedlichen klinischen Verläufen
und auch in der Reaktion auf die Behandlungsverfahren
kommen. Diese Unterschiede haben zu der Vermutung Anlass
gegeben, dass es vielleicht verschieden Untergruppen von
Patienten mit dieser Erkrankung gibt.
Diese Videokassette
wurde durch die Beratung von Dr. Anthony Kirkpatrick und
Dr. Dennis Bandyk möglich gemacht. Nun stellen Sie sich
bitte folgende Situation vor:
  |
| Lacey
Booth |
Eine 10-jährige
verstaucht sich den Knöchel. Initial, war der Schmerz eng
umschrieben in der Knöchelregion des Kindes lokalisiert,
aber über die folgenden Wochen hat sich der Schmerz dann
über das gesamte linke Bein ausgebreitet. Zusammen mit dem
Schmerz berichtete das Kind über ein Kältegefühl im Bein,
eine weisliche oder rötliche Verfärbung der Haut und eine
Zunahme des Schwitzens des linken Fusses. Daneben beklagte
die Patientin eine zunehmende Empfindlichkeit bei auch nur
leichter Berührung, die zu Schmerzen in der betroffenen
Region des Beines führte.
Die Patientin wurde von einem Kinderarzt, einem Orthopäden,
einem Rheumatologen und einem Neurologen untersucht, ohne
dass eine Diagnose gestellt werden konnte. Als sie dann
in der Universität von Süd-Florida untersucht wurde, kam
es bei leichter Berührung oder sanftem Überstreichen zu
Schmerzen im linken Bein, die es Ihr auch nicht erlaubten,
sich auf das betroffene Bein zu stellen.
  |
| Lacey
wurde zu einem Rollstuhl begrenzt |
Das Kind war en
den Rollstuhl gefesselt. Mit einem tragbaren Infrarotscanner
wurde dann festgestellt, dass die linke untere Extremität
des Kindes deutlich um 2°Celsius kühler im Vergleich zur
rechten Seite war.
Bislang veröffentlichte Daten und konsiliarische Meinungen
ergaben, dass eine Serie von 1 bis 3 sympathischen Blockaden
eventuell das Risiko, dass sich die Erkrankung ausbreitet
vermindern könnten. Sympathische Blockaden scheinen gerade
dann sehr dringend nötig, wenn der Patient durch den Schmerz
immobilisiert ist. Im diesem Fall, war die Patientin nicht
mehr in der Lage sich auf das betroffene Bein zu stellen
und war deswegen an den Rollstuhl gefesselt. Dem Kind
ging es dann zunehmend immer schlechter obwohl es Schmerzmittel
erhielt zusammen mit aggressiver Physiotherapie und der
Betreuung durch einen Psychologen um ihr zu helfen den
Schmerz besser verarbeiten zu können.
Das Kind unterzog sich dann einer Serie von 3 lumbalen
Sympathikusblockaden im Abstand von ca. 1 Woche. Es kam
darunter nur zu leichten Verbesserungen in ihrem Befinden.
zu diesem Zeitpunkt wurde dann ein Treffen mit dem Kind
und seiner Familie einberufen, um die therapeutischen
Möglichkeiten zu besprechen. In diesem Treffen wurde dann
eine Therapiemöglichkeit empfohlen, die dann auch wirklich
zu einer fast vollständigen Besserung der SRD geführt
hat.
Vor kurzem hat sich Dr. Kirckpatrick mit dem Kind und
seiner Mutter zu einer Nachuntersuchung und Verlaufskontrolle
getroffen. Dieses Interview wurde nicht in einem Studie
aufgezeichnet. In der Tat, hat Dr. Kirckpatrick einfach
eine Kamera auf eine Ecke seines Schreibtisches gestellt
und begann aufzunehmen. Was diesem Interview vielleicht
an technischer Perfektion fehlt wurde von den ehrlichen
und spontanen Antworten von Mutter und Kind wett gemacht.
(Interview
beginnt)
Dr. Kirkpatrick:
Nachdem wir bei dir diese Blockaden gemacht hatten, haben
wir uns hier in meinem Büro getroffen, kannst du dich
erinnern?
Lacey:
Ja
Dr. Kirkpatrick:
Ja?
Lacey:
Mutti hatte ihre Schlüssel verloren
Lacey's
Mutter:
Ich hatte meine Schlüssel verloren
Dr. Kirkpatrick:
Das stimmt! Das nenne ich gutes Gedächtnis, du hast ein
gutes Gedächtnis. Du erinnerst dich also. Das stimmt.
Nun, versuche dich mal an das Treffen zu erinnern. Was
denkst du... was war das Wichtige auf das ich Wert gelegt
habe? Was glaubst du habe ich versucht dir bei diesem
Treffen zu vermitteln? Kannst du dich erinnern?
Lacey:
Nein.
Dr. Kirkpatrick:
Du erinnerst dich nicht? Okay. Nun, ich denke, das eins
der Dinge war, dass du auf die sympathischen Blockaden
nicht so reagiert hast um deine Mutter wirklich glücklich
zu machen. Es sah so aus, als ginge es dir besser, aber
du warst dir da nicht wirklich sicher und ich sagte, dass
es besser wäre keine Vermutungen über diese Dinge anzustellen.
Lass es uns so sagen, deine Reaktion auf die Blockaden
war einfach nicht sehr gut.
(Lacey nickt)
und nun, erinnerst
du dich nicht mehr daran, was ich dann empfohlen habe
und zu dem Zeitpunkt dann auch ausdrücklich empfohlen
habe, erinnerst du dich daran was ich gesagt habe woran
wir arbeiten müssten, einige Ideen die wir versuchen müssen...
erinnerst du dich?
 |
| Lacey
und ihre Mutter besprechen Sie SRD |
Lacey:
Sie sagten etwas von Physiotherapie. Dr.
Kirkpatrick:
Okay.
Lacey:
Sie sagten etwas über Nadeln.
Dr. Kirkpatrick:
Okay. Was habe ich über Physiotherapie gesagt? Erinnerst
du dich?
Lacey:
Sie sagten ich muss versuchen wieder zu gehen
Dr. Kirkpatrick:
Genau und was habe ich noch gesagt?
Lacey:
Weis ich nicht mehr.
Dr. Kirkpatrick:
Okay, gut. Ich weis nicht, ob sich deine Mutter noch erinnert.
(Zu Lacey's Mutter) Können Sie sich an einige Ideen erinnern,
die wir besprochen haben?
Lacey's
Mutter:
Ich glaube wir haben darüber gesprochen Sie ins Schwimmbad
zu bringen.. äh ... ich bin mir nicht sicher mich genau
zu erinnern.....
Dr. Kirkpatrick:
Ja, für mich war das ein wichtiges Treffen und deshalb
so wichtig, weil ich mir gewünscht habe, dass es dir besser
geht. und ich hatte das Gefühl, dass ich wusste, woran
es dir gefehlt hat damit es dir besser gehen würde. Lass
mich dir sagen, an was ich mich erinnere Ihnen und Ihrem
Mann und zu Lacey gesagt zu haben und das war dies: Es
ist nur allzu verständlich warum du dich so gesträubt
hast dein Bein zu belasten. Es ist nur allzu verständlich,
und deine Eltern mussten das auch verstehen, das die Schmerzen,
die durch SRD verursacht werden, mit nichts anderem vergleichbar
sind oder würdest du mir nicht zustimmen?.
Lacey:
Mmhm. (nickt zustimmend mit dem Kopf)
Dr. Kirkpatrick:
Und wenn du über Schmerzen klagst, muss das jeder respektieren.
Ich glaube deine Mutter erinnert sich, dass ich das gesagt
habe, es......
Lacey's
Mutter:
Uh huh.
Dr. Kirkpatrick:
bedeutet nicht, dass du dich wie ein grosses Baby oder
so etwas benimmst, sondern dass es einfach weh tut, es
so weh tut wie es sich niemand vorstellen kann, vor allem
ein Kind. Und ich habe gesagt, es ist normal, das man
es dann nicht bewegen will, es ist normal. Es ist normal,
dass man sich nicht darauf stellt, weil, weist du, so
schützen wir uns halt vor Schmerzen, richtig?
Lacey:
(nickt zustimmend mit dem Kopf)
Dr. Kirkpatrick:
Wenn wir immer und immer wieder auf Glasscherben auf dem
Boden treten würden, dann würden wir irgendwann verbluten,
richtig? Deshalb war es nur allzu normal, was du getan
hast. Aber erinnerst du dich daran was ich sagte, etwas
zu was das führen kann, etwas zwischen den Zeilen, dass
es
Lacey:
es dir nicht weh tun würde
Dr. Kirkpatrick:
Sehr gut Lacey. Du hast ein gutes Gedächtnis. Du hast
ein gutes Gedächtnis.
Lacey's
Mutter:
Sie sagten, dass Schmerz nicht immer schädigend ist
Dr. Kirkpatrick:
Das stimmt, wir haben das gesagt. Schmerzen zu haben heisst
nicht immer geschädigt zu werden. Aber ich habe auch gesagt,
dass du nicht gezwungen werden solltest Dinge zu tun die
weh tun, das müsse von dir selbst kommen. Du musst das
verstehen und das ist wirklich nicht einfach, oder? Sei
ehrlich
Lacey:
(Schüttelt verneinend den Kopf)
Dr. Kirkpatrick:
Das ist nicht einfach, oder?
Lacey:
Nein.
Dr. Kirkpatrick:
Es ist deshalb nicht einfach weil .... besonders für ein
Kind... ich meine, wir, als Erwachsene können uns eine
eigene Meinung machen und sagen, ich glaube Dr. Kirkpatrick,
und er sagt es wird mich nicht gefährden, es wird mir
nicht die Knochen brechen und meine Gewebe zerstören und
so weiter. Ich könnte wahrscheinlich deine Mutter von
dieser Idee überzeugen, aber versuch das mal davon ein
Kind zu überzeugen? Würdest du mir nicht zustimmen? Es
ist bei einem Kind einfach nicht so leicht?
Lacey:
(nickt zustimmend und lächelt)
Dr. Kirkpatrick:
Weil du einfach noch nicht so viel erlebt hast in deinem
Leben. Ich meine in den 10 Jahren. Du verstehst, was ich
meine? Richtig?
Lacey:
(nickt zustimmend und lächelt)
Dr. Kirkpatrick:
Also, was hast du getan? Ich meine, anscheinend hast du
ja etwas gemacht. Wie ist es gekommen, dass du angefangen
hast dich zu bewegen? Erklärs mir, was ist passiert?
Lacey:
Ja, ähh... Mama hat gesagt, dass wir umziehen müssten,
wenn ich nicht aus dem Rollstuhl rauskäme, weil unser
Haus ganz viele Treppen hat und das geht mit dem Rollstuhl
einfach nicht. Dann im Schwimmbad, ich hab versucht im
Schwimmbad zu gehen. Am Anfang hat das nicht geklappt,
und dann gings. Ich bin die Stufen im Schwimmbad hochgegangen
und Mama hat mich festgehalten. Dann bin ich mit Vati
die Stufen im Schwimmbad hochgestiegen. Und dann, eines
Tages holte ich meine Krücken raus und versuchte einfach
mal zu gehen zuerst einen Fuß dann den andern. Es war
eigentlich gar nicht so schlimm, aber es hat schon ordentlich
weh getan. Dann, hab ich das Mama gezeigt. Und dann, als
ich bei Mama war hab ich was gemacht was so schrecklich
weh getan hat. Erinnerst du dich noch?
Lacey's
Mutter:
Ja, ja. (nickt zustimmend)
Lacey:
Sie lag im Bett. Sie hat mir zugeschaut, wie ich ums Bett
rum gehe und ich war an der Kante des Bettes, ich gehe,
Aua! Ich glaube ich hüpfte etwas, weil wenn ich an Krücken
gehe, hüpfe ich so irgendwie. Ja ich glaube ich bin etwas
gehüpft und das hat richtig weh getan, aber ich habs einfach
immer wieder getan und irgendwann konnte ich wieder gehen,
langsam.
Dr. Kirkpatrick:
Langsam?
Lacey:
Ja, so ganz kleinen Schritte. Und dann konnte ich immer
grössere Schritte machen, weil ich mir gesagt habe - warum
kleine Schritte machen, dann dauerts nur viel länger irgendwo
hinzukommen, und es dauert länger sich dann wieder ausruhen
zu können. So hab ich angefangen grössere Schritte zu
machen und es war gar nicht so schlimm.
Dr. Kirkpatrick:
Aha.
Lacey:
Und so ist es dann passiert.
Dr. Kirkpatrick:
Wie lang ist das her, ungefähr? Wie lang ist das so ungefähr
her, dass du diese kleinen Schritte, weil ich heute keine
kleinen Schritte gesehen habe, Ich habe keine kleinen
Schritte gesehen. Wie lange ist es her, dass du die kleinen
Schritte gemacht hast, was denkst du?
Lacey:
Hm...weis nicht.
Lacey's
Mutter:
Das war im Juli..
Dr. Kirkpatrick:
Im July?
Lacey's
Mutter:
Hm Hmm. (nickt zustimmend)
Dr. Kirkpatrick:
Nun, jetzt ist Oktober, wir sprechen also von vor 3 Monaten,
so ungefähr?
Lacey:
(nickt zustimmend)
Dr. Kirkpatrick:
Nun, du hast seither grosse Fortschritte gemacht. Wie
stehts aber hiermit. Wie stehts mit .... hmm... erzähl
mir etwas von den Dingen die du heute so unternimmst.
Ich meine. ich habe gehört, dass einige Dinge, die du
ausprobiert hast dich körperlich sehr anstrengen, richtig?
Lacey:
(nickt zustimmend)
Dr. Kirkpatrick:
Okay.
Lacey:
Hmm... ich und Mutti sind viel Fahrrad gefahren
Dr. Kirkpatrick:
Du .. du fährst viel Rad?
  |
| Lacey
gewinnt völlig zurück |
Lacey:
Bei uns gibt's eine lange Geländestrecke mit einem grossen
Hügel und ich bin die einzige, die jetzt ohne Anhalten hochkommt,
ja... und ich laufe viel mit meinen Freunden. Und ich bin
bei den Pfadfindern und dort muss man ab und zu viel laufen
oder springen, und das hilft irgenwie. Dr.
Kirkpatrick:
So, So.
Lacey:
Und
Lacey's
Mutter:
Seilhüpfen.
Lacey:
Ja, ich mache viel Seilhüpfen.
Dr. Kirkpatrick:
Wirklich? Das ist nicht schlecht.
(Interview
endet)
Dr. Kirkpatrick:
Es ist sehr schwer zu beurteilen, welchen genauen Anteil
in der offensichtlichen Verbesserung von Lacey's Zustand
nun der Serie von Sympathikusblockaden, oder wie viel
von der psychologischen Konditionierung, die sie bekommen
hat, zuzuschreiben ist. Der Ausspruch "Schmerzen zu haben
heisst nicht Schaden zu erleiden" scheint ein wichtiges
Prinzip, aber bei der Verwendung dieses Prinzips muss
folgendes beachtet werden:
Erstens: Der
Eckpfeiler der SRD Therapie ist das normale Benutzen der
Extremität. Der Patient muss die betroffene Extremität
so viel es eben geht benutzen.
Zweitens: Physiotherapeuten
werden die Patienten oft passiv beüben, die an den starken
Schmerzen scheitert, ja sogar zu neuen Verletzungen führen
kann.
Drittens: Es
braucht sehr viel Zeit zu lernen, dass in diesem Fall
der Schmerz seine Schutzfunktion verloren hat.
Viertens: Auf
der einen Seite heisst es den Patienten unbedingt dazu
zu bringen die betroffene Extremität zu bewegen, was zu
stärkeren Schmerzen führen kann. Andererseits ist es aber
essential neue Schädigungen zu vermeiden.
Aber im Kontrast
zu der minimalen Schmerzlinderung durch Sympathikusblockaden
in Lacey's Fall, zeigt der folgende Fall eines Kindes
aber, welch ein wichtiger, die Rehabilitation unterstützender
Effekt Sympathikusblockaden bei Kindern mit sympathischer
Reflexdystrophie haben können.
(Neuer Fall,
Amanda)
Stellen sie sich vor, dass ihre Tochter eine nationale
Meisterin im Kunstturnen ist, der sogar von einer renommierten
Universität ein Stipendium angeboten wurde, als es, im
Alter von 10 Jahren, das alles nach einen Turnunfall zu
einem jähen Ende, wie im Fall von Amanda.
Amanda hatte
sich zuerst das Handgelenk verletzt, eine einfache Verstauchung
der Hand. Die SRD hat sich dann aber ihren ganzen Arm
nach obern bis zur Schulter hin ausgebreitet. Sie benötigte
eine Serie sympathischer Blockaden. Unglücklicherweise
haben die Sympathikusblockaden aber nicht zu einer dauerhaften
Rückbildung der Beschwerden geführt, weshalb eine Sympathektomie
der rechten oberen Körperhälfte durchgeführt wurde. Daraufhin
hat sich die Patientin sich an der unteren linken Extremität
verletzt, eine einfache Knöchelverstauchung. Wieder, haben
sich die Symptome das ganze Bein hoch bis ins Gesäss ausgebreitet.
Eine Serie
von Sympathikusblockaden wurde durchgeführt. Erneut kam
es bei der Patientin nicht zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit
und daher unterzog sie sich auch einer Sympathektomie
der unteren Extremität.
Kürzlich erst
verletzte sich die Patientin an der unteren rechten Extremität
und erneut musste eine Serie von Sympathikusblockaden
durchgeführt werden. Zu Zeit werden diese durchgeführt
um eine Mobilisation der unteren rechten Extremität überhaupt
zu ermöglichen.
(Demonstration
der Anatomie der Nerven)
| 
|
| Dr.
Anthony Kirkpatrick bespricht Nerv Blöcke |
Dr. Kirkpatrick:
Um eine sympathische Blockade der oberen Extremität durchzuführen
wird eine Nadel über den Nacken eingeführt um den Nerv,
das Ganglion Stellatum, das eigentlich vorn am Übergang
zum Brustkorb sitzt zu betäuben. An der unteren Extremität,
liegen die sympathischen Nerven auch nahe der Wirblesäule
und es ist daher notwendig, eine Nadel über den Rücken einzubringen
um die Nerven hier an dieser Stelle betäuben zu können.
Es ist wichtig zu wissen dass die sympathischen Nerven,
die sie hier als kleine rote Punkte erkennen, von den Nerven
getrennt sind, die für das Fühlen oder Bewegen nötig sind,
den sensorischen oder motorischen Nerven. Daher ist es möglich
sympathische Nerven zu blockieren ohne motorische oder sensorische
Nerven zu beeinträchtigen. Daher sollte der Patient nach
der sympathischen Blockade nur eine Erwärmung aber keine
Beeinträchtigung der Bewegungs- oder Berührungsempfindlichkeit.
(Sympathektomie wird erklärt) Dr.
Kirkpatrick:
Manchmal reicht eine Serie von Sympathikublockaden einfach
nicht aus um eine dauerhafte Beschwerdefreiheit der Patienten
zu erreichen. Unter diesen Umständen kann eine anhaltende
Blockade oder Sympathektomie notwendig werden. An der
oberen Extremität können durch die Rippen hindurch mit
einer Optik die Nerven neben der Wirbelsäule aufgesucht
und entfernt werden. An der unteren Extremität gibt es
zwei Verfahren zur Auswahl. Wir können die Nerven mit
einer Nadel aufsuchen und sie mit einer Chemikalie, dem
Phenol, auflösen, oder eben chirurgisch, in dem man über
eine Operation die Nerven aufsucht und entfernt.
Eine anderes
Problem, v.a. bei Kindern ist die Angst vor Nervenblockaden.
In diesem Ausschnitt des Interviews erzählt Amanda von
ihren Erfahrungen mit Nervenblockaden und intravenöser
Sedierung. Bei Kindern wendet man üblicher Weise die Sedierung
bei Nervenblockaden an. Kombinationen von Midazolam und
Propofol wurden dabei erfolgreich zur Unterdrückung der
Angst eingesetzt. Leider sind höhere Dosierungen dieser
Medikamente notwendig um Bewegungen während der Verfahren
zu vermeiden. Das kann aber bei den Kindern das unangenehme
Gefühl einen "Kater" zu haben hervorrufen. Wir haben erfolgreich
kleine Dosen von Ketamin eingesetzt, welches die Sedierung
verstärkt und die nötigen Dosen von Midazolam und Propofol
zu senken vermag und das Katergefühl vermeidet. Zudem,
konnten wir kürzlich in Studien zeigen, dass die Atmung
durch kleine Dosen von Ketamin angeregt werden, was zur
Erhöhung der Sicherheit bei tiefer Sedierung beiträgt.
Lassen Sie
uns nun Amanda zuhören, wenn sie über ihre Erfahrungen
mit tiefer Sedierung und Nervenblockaden erzählt:
(Interview
mit Amanda über Sedierung und Nervenblockaden beginnt)
Dr. Kirkpatrick:
Nun, wie du selbst weisst, wenn man Kinder behandelt,
ist Angst sehr wichtig, die Angst vor den verschiedenen
Therapien, durch die du ja so oft durch musstest, viele
Nervenblockaden. Was ich sagen will, du hattest viele
du hast sie einfach immer wieder gebraucht, junge Dame,
du hast einfach sehr viele gebraucht, ich meine, wenn
du sagen würdest ich hatte 50 oder 60, nicht dass ich
alle von ihnen gemacht hätte, aber du weißt es waren einfach
sehr sehr viele. Da waren viele Nervenblockaden, Smypathektomien
oben und unten.
Amanda:
Ja.
  |
| Amanda
Alberigi und Mutter besprechen SRD |
Amanda's Mutter:
Oh ja, das stimmt. Dr.
Kirkpatrick:
Ich meine da ist einiges bei die passiert. Ich frage mich
nur, machen dir Nervenblockaden Angst?
Amanda:
Nein, vielleicht die ersten, ja, aber......
Dr. Kirkpatrick:
Ja, aber mit der Zeit...
Amanda:
Ich vertraue Ihnen.
Dr. Kirkpatrick:
Erzähl uns doch mal, nicht vom Vertrauen, sondern von
den Blockaden. Weißt du, wenn wir dich behandelt haben,
dann haben wir doch eine Medikament eingesetzt. Wie setzen
das nicht alleine, sondern zusammen mit einem Beruhigungsmittel
ein, ja?
Amanda:
Ach ja.
Dr. Kirkpatrick:
Dorm..... Midazolam
Amanda's
Mutter:
Dormicum.
Dr. Kirkpatrick:
Und wir haben Ketamin eingesetzt. Wir haben Ketamin eingesetzt,
damit du weiter atmest. Und wir wissen, dass Kinder und
junge Menschen viel Sauerstoff brauchen. Und ich meine,
die brauchen Sauerstoff einfach wie verrückt und wenn
sie den nicht kriegen, werden sie ganz schnell blau, verstehst
du? Deshalb haben wir Ketamin benutzt. Nun. als wir dir
Ketamin gegeben haben kannst du dich da.. ich meine zum
Beispiel träumen manche Menschen, andere aber nicht. Hast
du darunter jemals geträumt?
Amanda:
Nein.
Dr. Kirkpatrick:
Hattest du jemals . erinnerst du dich an.. ähh... nun
gut nicht Träume.. aber verrückte Dinge wie Farben oder
so was ? Nein?
Amanda:
Nein.
Dr. Kirkpatrick:
Nein? Warst du einfach weg?
Amanda:
Ja vollkommen weg.
Dr. Kirkpatrick:
Du warst vollkommen weg.
(Interview
Diskussion über Sedierung und Nervenblockaden endet)
Dr. Kirkpatrick:
Es ist wichtig zu betonen, dass man Ketamin niemals alleine
anwenden sollte. Es sollte zusammen mit anderen Sedativa
eingesetzt werden, ansonsten können die Kinder in einem
unangenehmen Zustand erwachen. Die Infusionsnadel sollte
an einem anderen Ort als dem Eingriffsraum angelegt werden.
Der Eingriffsraum kann eine sehr furchterregende Umgebung
sein. Zusätzlich können Eltern, ohne das zu wollen Angst
bei den Kindern hervorrufen, vor allem dann, wenn sie
sich selbst vor Nadeln fürchten. Deshalb, kann es am besten
sein, wenn die Eltern während der Anlage der Infusionsnadel
nicht dabei sind.
Kosmetische
Gesichtspunkte, z.B. Narbenbildung nach Operationen sind
eine andere Sorge von Kindern. Amanda erzählt von diesen
Sorgen während des Interviews.
(Interview mit Amanda über kosmetische Gesichtspunkte
/Narbenbildung)
Dr. Kirkpatrick:
Lass uns mal über etwas anderes sprechen, etwas das du
und vor allem du, viel besser als wahrscheinlich alle
die ich getroffen habe, uns helfen kannst zu verstehen,
nämlich über was sich Kinder sonst noch so Sorgen machen.
Ich denke dabei daran, dass du vielleicht, nachdem das
Phenol nicht lange genug gewirkt hat.... operiert werden
musstest, die operative Sympathektomie. Und natürlich
haben junge Leute Angst vor Narben. Ich meine, weil Bikini's
und solche Dinge ja in Mode sind.
Amanda:
(nickt zustimmend)
Dr. Kirkpatrick:
Na, Amanda, dann erzähl mir doch ein bisschen darüber.
Amanda:
Meine, ähhh. die Narben stören mich eigentlich nicht wirklich,
manchmal weiss ich gar nicht mehr, dass die noch da sind.
Ich meine, die unter meinem Arm sind ja ganz gut verheilt,
mit Ausnahme der von dem Schlauch im der Brust, die ist
immer noch da, aber...
Dr. Kirkpatrick:
Die ist noch da?
Amanda:
...aber die werden mich nicht stören.
Dr. Kirkpatrick:
Aber stell dir doch einfach mal vor wenn du dich hübsch
machen willst. Ich bin mir sicher, egal ob bei dir oder
einem anderen Kind, dass es da kleine kosmetische Tricks
gibt das ein bisschen zu vertuschen. Ähh. ich habe mir
sagen lassen, klar bin ich kein Experte für so was, aber
ich habe mir sagen lassen, dass... ja... zum Beispiel
Frauen nach Brustvergrößerungen, das sie kleine Pflasterstreifen
mit irgendwelchem Zeugs draufkleben.
Amanda:
Ihh... das ist das schmerzhafteste was ich jemals meinem
Leben auszuhalten hatte
Amanda's
Mutter:
Wir haben das probiert.
Dr. Kirkpatrick:
Oh, du hast das probiert. Okay.
Amanda:
das machen wir nicht mehr.
Dr. Kirkpatrick:
Nun erzähl mir, was ist denn passiert?
Amanda:
Ich hab das mit dort probiert wo der Schlauch in der Brsut
war und das hat sehr weh getan.
Dr. Kirkpatrick:
Das tut also weh, wirklich?
Amanda:
Na ja, wenn sie's runterziehen, dann tuts weh, ja fürchterlich
weh!
Dr. Kirkpatrick:
Ach so, anders gesagt man klebt das nur vorübergehend
auf aus welchem .
Amanda:
Genau. 24 Stunden.
Amanda's
Mutter:
Genau. Das ist eine Folie und man lässt die für 24 Stunden
drauf, dann muss man die runtermachen. Es hat zwar die
Schwellung und die Farbe gebessert, das war ja eine wulstige
Narbe... und die ist ja von innen nach aussen abgeheilt,
daher wusltiger. Während die auf Ihrem Bauch, die immer
noch sehr empfindlich ist, da haben wir das gar nicht
erst getraut. Aber sie hat Vitamin E genommen und 50-er
Sonnencreme, wenn sie im Sommer draussen war.
Amanda:
ich zeige meine Narben.
Amanda's
Mutter:
...und versucht sie nicht zu verstecken. Sie lässt sich
davon eigentlich nicht stören.
Dr. Kirkpatrick:
Gut, gut,...nun lass mich dich noch was fragen.falls ich's
verstehe, ich habe diese Technik noch nie gesehen.
Amanda:
Es nennt sich Silikonpflaster
Dr. Kirkpatrick:
Also das ist ein Silikonpflaster?
Amanda:
Ja, genau.
Dr. Kirkpatrick:
Nun, lässt das Ding. also du klebst das drauf, lässt es
24 Stunden drauf und nimmst es dann runter? Lässt das
dann irgendwas auf der Haut zurück? Ist es das was es
bewirken soll?
Amanda's
Mutter:
Keine Ahnung.
Amanda:
Man muss das alle 24 Stunden wechseln.
Dr. Kirkpatrick:
Alle 24 Stunden?
Amanda
und ihre Mutter zusammen:
Ja genau und dann über 30 Tage wechseln.
Dr. Kirkpatrick:
Also, das ist kein Pflaster das man draufklebt und drauflässt
um was abzudecken, vielmehr gehts darum wie es nach dem
runternehmen dann aussieht?
Amanda:
Es soll die Narbe mehr und mehr verschwinden lassen.
Amanda's
Mutter:
Es schrumpft die Narbe.
Dr. Kirkpatrick:
Ach so. Es schrumpft die Narbe. Aber du sagst, als du
das so zum Spass ausprobiert hast, war es doch schmerzhaft
es runterzunehmen.
Amanda:
Ja, fühlt sich so an als ob man Pflaster abreist, nur
10 mal grösser
Dr. Kirkpatrick:
Ach so, genau...
Amanda's
Mother:
Ja, weil das Ding einfach 5 auf 3 cm gross ist
Dr. Kirkpatrick:
Ich verstehe. Also, die Smypathektomie an der unteren
Extremität ist nun 14 Monate her....
Amanda:
Nein.
Amanda's
Mutter:
Nein, nein, am 2. April.
Dr. Kirkpatrick:
am 2. April...
Amanda's
Mutter:
am 2. April, 2001. Vor sieben Monaten.
Dr. Kirkpatrick:
Vor sieben Monaten. Kann ich mal deine Narbe sehen?
Amanda:
Klar.
Amanda's
Mutter:
Zeig bloss den Ring im Bauchnabel nicht
Dr. Kirkpatrick:
Oh ja. Ja komm mal etwas näher ran. So. Genau. In ordnung.
Das ist die Narbe, auf die du das draufgemacht hast
Amanda:
Nein, dass ist die hier.
Amanda's
Mutter:
Nur Vitamin E und Sonnencreme.
Dr. Kirkpatrick:
Gut.. ohne zu sehr in deine Privatsphäre einzudringen,
kann ich die andere bitte mal sehen?
Amanda:
Hier ist eine.
Dr. Kirkpatrick:
Ja, lass sehen. Das ist nur eine, da sollten aber 3 sein.
Amanda:
Eine ist unter meiner Brust.
Amanda's
Mutter:
Aber die sieht man fast gar nicht.
Dr. Kirkpatrick:
Du musst uns die unter... der Brust nicht zeigen.
Amanda's
Mutter:
Man sieht die kaum noch.
Dr. Kirkpatrick:
Die sieht man ja gar nicht mehr. Halt mal da deinen Finger
auf die hier. Hier, da ist eine. Lass mich mir das mal
genauer ansehen. Ja, lass mich mal sehen. Ach hier, hier
oben ist eine, das kleine Ding da.
Amanda's
Mutter:
Das ist wo der Schlauch in den Brustkorb ging.
Dr. Kirkpatrick:
Ja, da war der Schlauch in den Brustkorb.
Amanda:
...und dann ist da .man kann die anderen nicht mehr sehen
Amanda's
Mutter:
Nein es ist...
Amanda:
Man kann sie einfach nicht mehr sehen.
Amanda
Mutter:
Nein, man kann.die einfach nicht mehr sehen.
Dr. Kirkpatrick:
Na, dann bleiben nur noch 2 Narben bei Ihr. Schön, das
ist interessant. Nun, die einzige die eigentlich richtig
wie eine Narbe aussieht ist sie da...
Amanda:
Auf meinem Bauch...
Dr. Kirkpatrick:
Ja, genau, die auf deinem Bauch. Aber das ist wichtig.
Ich meine, die Narbenbildung ist wirklich auf die....
Amanda:
Auf die auf meinem Bauch.
Dr. Kirkpatrick:
Ja, die auf deinem Bauch. Nun, das ist wichtig, verstehst
du, ich meine, dass wir das wissen und anderen jungen
Leuten erzählen können. Hey, wenn man eine operative Sympathektomie
braucht, dann bedeutet das einfach etwas mehr.
Amanda:
Hmm, ja.
Dr. Kirkpatrick:
Nun, dann erzähl uns doch mal, du hast ja jetzt beides
hinter dir. Wenn du dich zurück erinnerst, an die Zeit
in der du dich von beiden Operationen erholt hast, welche
war denn die Operation, mit der du mehr Probleme hattest,
was würdest du sagen?
Amanda:
Die oben.
Dr. Kirkpatrick:
Wirklich? Und warum die?
Amanda:
Na weil ich 24 Stunden auf der Intensivstation lag und
einen Schlauch im Brustkorb hatte.
Dr. Kirkpatrick:
Mit dem Schlauch im Brustkorb?
Amanda:
Ja, das war hart.
Dr. Kirkpatrick:
Das war hart?
Amanda:
Das war richtig hart.
Dr. Kirkpatrick:
Hat man dir dafür Schmerzmittel gegeben?
Amanda:
Die haben mir Morphium gegeben, aber ich wollte keins
mehr, also hab ich bloss Ibuprofen genommen.
Dr. Kirkpatrick:
Ja, das macht dich so benommen? Ist das der Grund?
Amanda:
Nein. Mir war schlecht.
Dr. Kirkpatrick:
Dir war schlecht, so richtig übel?
Amanda:
Ganz genau.
Dr. Kirkpatrick:
Ja, hmm, ja aber... natürlich wissen wir alle für die
Operation unten, ...die untere... die für den Unterkörper...,
warst du am nächsten Tag draussen, oder, nach Hause entlassen.
Amanda:
Mmm, mmm.
Dr. Kirkpatrick:
Weisst du, das ist irgendwie interessant, weil du warum?
Bei Erwachsenen ist das genau andersrum.
Amanda's
Mutter:
Ja, das hat uns Dr. Bandyk gesagt. Er hat gesagt, meine
Patienten gehen normal nie vor dem 4.Tag nach Hause.
Dr. Kirkpatrick:
So ist es. Die kommen nach der Sympathektomie an der oberen
Extremität schneller nach Hause als für die unten. Und
das ist genau der Unterschied, das ist sehr wichtig.
Amanda's
Mutter:
Wir waren für die Operation oben 5 Tage im Krankenhaus,
für die untere weniger als 24 Stunden. Und die gleiche
Nacht ist sie nach der unten schon wieder herumgelaufen
Dr. Kirkpatrick:
Schön. Was ich hier machen will, Sie wissen doch, dass
ich das Video von dem kleinen Wurm habe, den sie dir entfernt
haben.
Amanda's
Mutter:
Ja.
Dr. Kirkpatrick:
Hab ich Ihnen das Video geschickt?
Amanda's
Mutter:
Das haben Sie, ja.
Amanda:
Ja.
| 
|
| Gelächter
tritt auf, wenn die Familie
erfährt, daß Chirurgie Amandas
ein Teil des videoprogramms ist. |
Dr. Kirkpatrick:
Ich werde versuchen, das hier einzufügen, dann können wir
uns das anschauen. Nun, gibt es da noch etwas anderes was
wir. haben wir irgendetwas, vielleicht aus der Sicht der
Mutter, vergessen? Was glauben Sie? Ist da noch etwas wichtiges
übrig, worüber wir noch sprechen sollten? Amanda's
Mutter:
Denke positiv und sei stark. Vertraue deinem Arzt. Ich
glaube, die sind halt die einzigen, die wirklich wissen
was richtig ist. Ich meine, und wenn sie sich nicht wohl
fühlte mit diesen ganzen Entscheidungen, ....habe ich
immer versucht sie mit in die Entscheidungen einzubinden,
weil ... es ja ihr Körper ist... weil es ja ihr passiert...
nicht meiner. Dann kann ich ja nicht sagen, das oder jenes
wird es besser machen, lass uns das tun, und daher war
es ihre eigene Entscheidung. Ich denke, sie, wissen sie,
jedes Kind braucht das. Aber sie müssen auch die Folgen
kennen, sagten Sie, die Narben, wissen Sie? Sind sie so
verunsichert, dass sie einfach keine Narben wollen, oder
wollen sie einfach nur die Schmerzen behalten? Wollen
sie einfach die Schmerzen ertragen oder wollen sie das
es besser wird.
Dr. Kirkpatrick:
Genau.
Amanda's
Mutter:
Und da wir wussten, was der beste Weg war damit es mir
besser gehen würde, machten wir die Entscheidung, eine
sehr gute Entscheidung es getan zu haben.
Dr. Kirkpatrick:
Nun Amanda, was ist deine Lektion daraus? Stimmst du zu?
| 
|
| Amanda
wird von SRD in ihrer
rechten oberen Extremität durch
sympathectomy kuriert |
Amanda:
Ja ich stimme zu. Man muss positiv denken, man kann nicht
negativ denken. Dr.
Kirkpatrick:
Richtig.
Amanda:
Man kann nicht negativ denken.... (nicht hörbar)
Dr. Kirkpatrick:
Genau.
(Interview
mit Amanda endet)
(Dr. Bandyk
diskutiert die Sympathektomie)
|  
|
| Dr.
Dennis Bandyk erklärt die
Gefahren, die Beschränkungen und
den Potentialnutzen von sympathectomy |
Dr. Bandyk:
Man muss klar herausstellen, gerade wenn man mehr invasive
Verfahren zur Schmerzlinderung verwendet, dass die Nutzen
ganz genau den Risiken gegenüber gestellt werden müssen.
Vor kurzem haben wir über eine grosse Anzahl von SRD-Patienten,
die an der Universität von Süd-Florida sympathektomiert
wurden berichtet. Mehr als ¾ der Patienten hatten durch
den Eingriff über längere Zeiträume profitiert. Wohingegen,
einige Patienten keine Langzeitverbesserung hatten, obwohl
die Auswahl der Patienten für die Sympathektomie sehr sorgfältig
durchgeführt wurde.
Hinzu kommt, und man muss das betonen, gibt es nur wenige
veröffentlichte Daten zu Sympathektomiern bei Kindern.
Deshalb, ist es besonders wichtig überaus vorsichtig und
zurückhaltend mit der Indikation zur Sympathektomie bei
Kindern zu sein bis bessere Daten vorliegen.
Die sehr selektionierte Anwendung dieser Verfahren sollte
nur durch einen sehr erfahrenen Arzt erfolgen. Bevor man
an eine Sympathektomie denkt, sollte man einem Kind vor
allem eine Serie von reinen Sympathikusblockaden angeboten
werden um eine genaue Vorstellung darüber zu erlangen,
was von einer dauerhaften Sympathektomie zu erwarten ist.
Eine Epiduralanästhesie ist keine reine sympathische Blockade.
Bevor man eine Sympathektomie in Betracht zieht, sollte
die Familie ermutigt werden sich eine zweite Meinung einzuholen
um sicherzustellen, dass alle weniger invasiven Verfahren
ausprobiert worden sind. In Amanda, bei der mehrere Extremitäten
von der SRD betroffen waren und sie immer wieder zwang
der Schule fernzubleiben, jeweils eine Woche nach den
Sympathikusblockaden. Schmerzmittel, aggressive Physiotherapie
und extensive psychologische Beratungen schlugen allesamt
fehl ihre SRD-Symptome zu kontrollieren. Im Moment sieht
es so aus, als ob sie nach der Sympathektomie von SRD
geheilt wäre, sowohl in ihrer oberen rechten und ihrer
unteren linken Extremität.
Kinder scheinen mehreren Gruppen anzugehören. Erstens
sind da diejenigen, die dauerhaft durch die Therapie geheilt
werden. Die zweite Gruppe von Kindern, verbessert sich
durch die Therapie, aber zeigen eine hohe SRD-Rückfallquote.
Glücklicherweise scheinen jeder Rückfall aber weniger
schlimm zu sein. Eine dritte und relativ kleine Gruppe
von Kindern mir SRD aber verschlimmert sich zusehends
trotz aller Therapieversuche und brauchen aggressive Interventionen,
sogar Sympathektomien. In dieser letzten Gruppe von Kindern
mit den schwersten SRD-Verläufen, können die Ärzte natürlich
zuwarten bis die Farbe der Extremität von blau nach schwarz
wechselt, was für einen irreversiblen Gewebeschaden steht,
bevor sie eine Sympathektomie in Betracht ziehen.
Wird aber der Erkrankung erlaubt einmal dieses Stadium
zu erreichen, kann es einfach auch für die Sympathektomie
zu spät sein eine Verbesserung in der Gewebeperfusion
zu erreichen oder eine Amputation zu vermeiden.
Eine Sympathektomie sollte in Betracht gezogen werden
noch bevor es zu solch schweren dystrophen Symptomen in
den Geweben eines Kindes mit SRD gekommen ist. Es ist
oft schwierig vorauszusehen ob ein Kind in diese Gruppe
der schweren Verläufe einzuordnen ist, deshalb ist es
notwendig den klinischen Verläufen der SRD, besonders
bei Kindern, engmaschig zu verfolgen, um die besten Erfolge
zu erzielen.
Vor kurzem konnte die Technik der Sympathektomie so verändert
werden, dass es nur noch zu leichter Narbenbildung kommt.
Zum Beispiel, kann bei einigen Patienten auf das Einbringen
einer Thoraxdrainage verzichtet werden. Und bei das Laparoskop
wird nun auch bei der lumbalen Sympathektomie eingesetzt.
(Dr. Bandyk's Diskussion endet)
(Dr. Kirkpatrick's
Diskussion beginnt)
Dr. Kirkpatrick:
Einige Kinder mit SRD verbessern sich unter konservativer
Therapie. Tatsächlich, unterstützt die pädiatrische Literatur
die Meinung, das eine hohe Prozentzahl von Kindern sich
nur durch aktive Mobilisation und psychologische Konditionierung
verbessert. Es ist zweifelsohne eine Kunst, ein Kind über
schrittweise Erhöhung der Belastung und Mobilisierung
der betroffenen Extremität und damit ihnen das Verstehen
des Unterschiedes zwischen schützendem und nicht schützendem
Schmerzes zu ermöglichen. Wie in diesem Video gezeigt,
können einige Kinder stark von Übungen in einem Schwimmbad
profitieren.
Wie eine kürzlich
vorgelegte Studie der Harvard Medical School gezeigt hat,
muss man jedoch wachsam für Rückfälle sein, auch dann,
wenn ein Kind nach einem SRD Schub in eine komplette Remission
kommt. In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, dass
Rückfälle von SRD-Episoden bei Kindern in bis zu 40% der
Patienten auftraten, jedoch waren die meisten dieser Rückfälle
weniger schwer als der erste Schub.
Eine Vielzahl
von Medikamenten sind bei Kindern hilfreich, aber in der
pädiatrischen Literatur zeichnet sich keine spezifische
Wirksamkeit der meisten dieser Medikamente für die Schmerzen
bei SRD ab. Versuche mir Antidepressiva, wie Nortriptylin
scheine hilfreich als Komedikation um bessere Schlafqualität
in vielen Patienten zu erreichen. Antikonvulsiva, wie
Gabapentin können manchmal helfen. Bei mehreren Patienten
war eine kurze Behandlung mit Prednisolon in frühen Verläufen
hilfreich, hingegen in anderen Patienten nicht. Es ist
nur allzu klar, dass weitere Forschung dringend gebraucht
wird um das beste Behandlungsverfahren für Kinder zu finden.
Ein anderer
wichtiger Punkt scheint sich in mehreren Fallserien abzuzeichnen,
eine grosse Zahl der Kinder mit SRD war sehr in sportliche,
tänzerische oder turnerische Aktivitäten engagiert. Tatsächlich
scheint gerade der Leistungssport die Gefahr von schweren
Verletzungen mit sich zu bringen, wie in diesen kurzen
Videobeiträgen deutlich geworden ist. Es sollte betont
werden, dass die aber die meisten Kinder die aktiv turnen
oder andere Sportarten ausführen keine SRD bekommen. Es
ist aber eine Tatsache, dass SRD auch von Bagatellverletzungen
ausgelöst werden kann.
Unser besonderer
Danks gilt aber Lacey und Amanda für ihren grossen Beitrag,
uns in Sachen SRD weiterzubilden.
Männlicher
Sprecher:
Einige Schlüsselbemerkungen, die in diesen Videos vorkamen
sollten hervorgehoben werden.
Die Pathophysiologie
der SRD ist noch unzureichend bekannt. Die Darstellung
die am Anfang des Videos gezeigt wurde ist im besten Fall
eine Übervereinfachung dessen, wie SRD entsteht. Tatsächlich,
wird die SRD von einigen komplexes regionales Schmerzsyndrom
genannt um die Implikation, dass sie Erkrankung eine Reflex
des sympathischen Nervensystems benötigt zu vermeiden.
Diese beiden pädiatrischen Fälle zeigen aber plastisch,
dass die Variabilität im klinischen als auch beim therapeutischen
Verlauf immens gross ist.
Es muss klar
gesagt werden, dass die Therapie der SRD viel Zeit benötigt.
Erwarten sie keine sich über Nacht einstellenden Erfolge.
Eine aktive Mitwirkung der Kinder ist Grundvoraussetzung.
Es muss betont
werden, das dieses Video ein Fallbericht über zwei Kinder,
die mit SRD kämpfen, ist. Das Video ist nicht als allgemeingültige
Darstellung von Therapieoptionen, die für Kinder mit SRD
bestehen, anzusehen. Das Video handelt medizinische Studien,
kognitive und verhaltenstherapeutische Ansätze der Schmerzbehandlung,
die therapeutischen Standbeine der Therapien, die den
meisten Kindern mit SRD geholfen haben, relativ schnell
ab. Neben der Sympathektomie gibt es noch andere invasive
Therapien, wie die des Rückenmarkstimulators, der in einer
kleinen Zahl von Kindern mit SRD sinnvoll erscheinen kann.
Da aber jeder Fall unterschiedlich ist kann und darf die
in diesem Video enthaltene Information nicht genutzt werden,
um individuelle Gesundheitsprobleme in SRD-Patienten weder
zu diagnostizieren, noch zu behandeln. Die Therapie muss
individualisiert durch einen Spezialisten erfolgen.
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| Dieses
videoprogramm machte umfangreichen
Gleichen Bericht am internationalen
Symposium durch, das an der
Universität von Südflorida gehalten wurde |
Eine 30-minütige
Version dieses Videos wurde einem internationalen Beratungskomitee
von SRD-Experten, anlässlich des Internationalen Updates
on RSD/CRPS, welches an der Universität von Süd Florida
abgehalten wurde, gezeigt und begutachtet. Durch das Ergebnis
ihrer Kommentare wurde das Video auf 40 Minuten verlängert
um die für Diagnose und Therapie der SRD relevanten Belange
besser darstellen zu können.
Um eine komplette Darstellung der Richtlinien zu Diagnose
und Management der SRD zu erhalten, schauen Sie sich bitte
die klinischen Praxisrechtlinien, die über Internet in
englischer, französischer, spanischer und in Kürze in
deutscher Sprache erhältlich sind und von der Sympathischen
Reflexdystrophie Vereinigung von Amerika und der internationalen
Stiftung zur Erforschung der SRD/CRPS veröffentlicht wurden
an. Diese Praxisrichtlinien wurden vom internationalen
SRD Beratungskomitee geschrieben.
Wir hoffen, dass Sie diesen Überblick über SRD bei Kindern
als hilfreich empfinden.
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